Schmugglermuseum
Schmugglermuseum
Gemeinde und Tal:
ARGENTERA - Valle Stura
Adresse: Borgata Ferrere, Argentera
- Anfahrt
Das Schmuggeln war eine gesetzlose Tätigkeit, die die Bewohner des oberen Tals praktizierten, um ihr spärliches Einkommen im Winter aufzubessern. Um nach Frankreich zu gelangen, nahmen die jungen Leute gefährliche Wege oben in den Bergen in Kauf, um Nahrungsmittel und vor allem Salz, Tabak, Felle, Strümpfe und Zigaretten zu verkaufen oder zu tauschen. Dabei liefen sie stets Gefahr, auf eine Kontrolle der Grenzpolizei zu stoßen. Das „Mizoun dal Countrabandìer (Haus des Schmugglers)“ ist ein Museum, das von dieser alten und weit verbreiteten Praxis erzählt: Das alte Wohnhaus besteht aus einer Küche, einer Kammer und einem „soulìer“, einem geräumigen Zimmer mit einem hölzernen Hängeboden.
Ferrere liegt auf einer Höhe von 1.900 m: Einst durchgängig bevölkert, ist es heute nur noch im Sommer bewohnt. Der Weiler besteht aus stufenförmig angeordneten Häusern. Einst waren die Dächer mit Holzschindeln gedeckt, die heute durch Wellblech ersetzt wurden. Der Ortsname soll mit dem Vorkommen eisenhaltiger Mineralien zusammenhängen. Er könnte aber auch vom Lateinischen „ferus“ (wild) stammen: ein unwegsamer Ort. Mitten im Dorf steht die Pfarrkirche San Giacomo, die von 1906 bis 1909 gebaut wurde, und neben dem Friedhof erhebt sich der bezaubernde Kirchturm aus Stein von 1827.